7 Charts, die zeigen, ob Gold bei $3.000 zu teuer ist.
Lesezeit: 5 Min
Der Goldpreis ist mit knapp $3.000 pro Feinunze so hoch wie noch nie zuvor. Egal, ob du bereits Gold besitzt oder überlegst, welches zu kaufen – die zentrale Frage bleibt: Ist Gold jetzt zu teuer?
Ich habe 7 Grafiken erstellt, die dir helfen, diese schwierige Frage zu beantworten.
1. Der Goldpreis isoliert betrachtet erscheint teuer.
Die erste Grafik zeigt den Preisverlauf von Gold seit 1979. Besonders auffällig ist der jüngste Preisanstieg um 50 % – von $2.000 auf knapp $3.000! Solche Anstiege gab es jedoch auch in der Vergangenheit, sie sind im Chart nur schwerer zu erkennen, weil das absolute Preisniveau damals niedriger war.
Der Preis einer Unze Gold von Ende der 70er Jahre bis heute. Quelle: Tradingview.com
Zusätzlich zeigt die Grafik zwei technische Indikatoren: den MACD (Moving Average Convergence Divergence) und den RSI (Relative Strength Index). Ohne ins Detail zu gehen: Ein hoher Wert signalisiert eine starke positive Preisbewegung – manchmal zu stark. In der Vergangenheit führten solche Übertreibungen (markiert durch vertikale Linien) nicht zwangsläufig zu einem Crash, aber oftmals zumindest einer Seitwärtsbewegung oder Korrektur.
Eine “überkaufte” Bewertung bedeutet nicht zwangsläufig eine scharfe Korrektur. Es kann auch zu einer Seitwärtsbewegung kommen. Manchmal sogar auf einem noch höheren Preisniveau. Die “überkaufte” Bewertung signalisiert lediglich, dass die “Luft dünner” wird.
2. Der Goldpreis ist stärker gewachsen als die Geldmenge.
Die Entwicklung des Goldpreis (gelb) von 1970 bis heute, im Vergleich zum Anstieg der Geldmenge in den USA (blau) und Deutschland (schwarz). Quelle: Tradingview.com
Gold gilt als Absicherung gegen Inflation. Dabei ist die Geldmenge ein wichtiger Inflationstreiber.
Gold ist stärker gestiegen als die Geldmenge in den USA und Deutschland. Allerdings zeigt die relative Betrachtung, dass Gold nicht zwangsläufig überbewertet ist.
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3. Der Goldpreis erscheint gegenüber US-Aktien günstig.
Die dritte Grafik vergleicht Gold mit US-Aktien (S&P 500 Index).
Ein hoher Wert bedeutet: Gold ist teurer als Aktien. Ein niedriger Wert zeigt: Gold ist günstig im Vergleich zu Aktien.
Der Goldpreis im Vergleich zum US Amerikanischen Aktienindex S&P500. Quelle: Tradingview.com
Aktuell ist Gold historisch günstig im Vergleich zu US-Aktien. Nur kurz vor der Dotcom-Blase war das Verhältnis noch niedriger! Selbst in den „Roaring 20s“ war Gold teurer.
Allerdings könnte das auch bedeuten, dass US-Aktien überbewertet sind und nicht zwangsläufig, dass Gold unterbewertet ist.
4. Im Vergleich zu Immobilien erscheint Gold leicht überteuert.
Wie verhält sich Gold im Vergleich zu Betongold?
Die vierte Grafik zeigt den Goldpreis im Verhältnis zu den durchschnittlichen US-Hauspreisen (Case-Shiller Index).
Gold ist aktuell nicht extrem teuer, aber auch nicht günstig. Während der Eurokrise und der Corona-Krise war Gold im Vergleich noch teurer, doch in den frühen 2000ern war es deutlich günstiger.
Verlauf des Goldpreis (pink) und der Amerikanischen Immobilienpreise (schwarz). Quelle: Tradingview.com
5. Gegenüber dem Industriemetall Kupfer erscheint Gold teuer.
Kupfer gilt als Indikator für die globale Wirtschaftsentwicklung.
Die fünfte Grafik zeigt, dass der Kupferpreis bereits hoch ist – aber der Goldpreis noch viel höher.
Der Goldpreis (gelb) im Vergleich zum Kupferpreis (schwarz) seit Ender der 1980er. Quelle: Tradingview.com
Aktuell kannst du mit einer Unze Gold fast 700 Pfund Kupfer kaufen! Zum Vergleich: 2007, als die Weltwirtschaft boomte, bekamst du nur 200 Pfund Kupfer pro Unze Gold. Das deutet darauf hin, dass Gold relativ teuer ist.
6. Der Goldpreis sollte bei steigenden Zinsen fallen – tat er aber nicht!
Gold liefert im Normalfall keine Zinsen. Zumindest nicht, wenn es bei dir im Tresor liegt. Deswegen sollte der Preis von Gold fallen, wenn die Zinsen steigen. Umgekehrt sind fallende Zinsen oftmals ein positiver Antreiber für den Goldpreis. Dies konntest du in der Vergangenheit mehr oder minder gut sehen.
Doch Grafik Nummer 6 zeigt auch: Seit 2023 steigen sowohl die Zinsen als auch der Goldpreis!
Meine möglichen Erklärungen sind: Entweder ist der starke Anstieg bei Gold ein Vorwegnehmen von fallenden Zinsen, oder ein Zeichen für überteuertes Gold.
Der Preis pro Unze Gold in US-Dollar (gelb) im Vergleich zu den Zinsen für 10-Jährige US-Staatsanleihen (schwarz). Quelle: Tradingview.com
7. Gold schlägt Silber und Platin – wie lange noch?
Zum Abschluss der Vergleich mit den Edelmetallen Silber und Platin.
Platin bewegte sich historisch oft im Gleichschritt mit Gold – doch seit 2015 hat sich Gold abgekoppelt. Ein Grund dafür ist sicherlich China. Mehr dazu in meinem Artikel:
Treibt China den Goldpreis weiter auf Rekordhöhen?
Auch Silber lässt Gold teuer erscheinen: Eine Unze Gold kauft derzeit rund 90 Unzen Silber – ein Wert, der historisch selten überschritten wurde.
Falls du Interesse hast, auf das Comeback von Silber oder Platin zu setzen, dann nutze die Möglichkeit, Edelmetalle mehrwertsteuerfrei und physisch zu kaufen. Ich empfehle dir das Angebot der mehrfach ausgezeichneten SOLIT GmbH: www.solit-kapital.de *
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Links: Der Preis für eine Unze Gold (gelb) vs. der Preis für eine Unze Platin seit 1970.
Rechts: Die Entwicklung des Goldpreises (gelb) vs. des Silberpreises (grau) seit 1970.
Quelle: Tradingview.com
Fazit: Kurzfristig erscheint Gold bei $3.000 zu teuer – langfristig gehört es dennoch in jedes Portfolio.
Übersicht ob Gold teuer ist. Stand Februar 2025. Quelle: Eigene Einschätzung.
Gold wirkt in fast allen Vergleichen überteuert – zumindest solange es keine Korrektur oder Verschnaufpause gibt.
Einzig im Vergleich zu US-Aktien erscheint Gold günstig. Doch das könnte eher bedeuten, dass US-Aktien überbewertet sind.
Mein Tipp:
Für meine Kunden übernehme ich das Timing beim Goldkauf – das spart ihnen Stress.
Lass dich individuell beraten! Kontaktiere mich unverbindlich: Termin vereinbaren.
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Über Mich
Ich bin Sebastian, ehemaliger Energiehändler, leidenschaftlicher Privatanleger, Chartered Financial Accountant und vor allem ein Mensch wie du.
Während meiner 10 erfolgreichen Jahre als Energiehändler standen oft die Zahlen im Vordergrund.
Mehr Monitore, mehr Analysen, weniger Mensch.
Trotz meines beruflichen Erfolges war ich irgendwann unzufrieden. Ich wollte Menschen helfen. Insbesondere möchte ich ihnen etwas Nützliches beibringen.
Weniger Monitore, mehr Praxis, mehr Mensch.
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Neben der praktischen Erfahrung, habe ich einen Universitätsmaster in Quantitative Finance, den CFA (Chartered Financial Analyst) und die österreichische Befähigungsprüfung zum gewerblichen Vermögensberater.
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Alle zur Verfügung gestellten Informationen (alle Ideen, Meinungen, Ansichten, Annahmen, Kommentare, Hinweise etc.) sind meine persönliche Meinung und dienen allein der Bildung und der Unterhaltung. Sie sind nicht als persönliche Anlageberatung zu verstehen.